Automatisierung und Datensynchronisation ebnen den Weg zum Erfolg im Tunnelbau
Der Bjönnas-Tunnel ist der zweitlängste Tunnel auf der neu gebauten Autobahn E18 von Langangen nach Rugtvedt. Das Projekt umfasst mehrere Querschläge und technische Gebäude. Um die Tunnelbauarbeiten so schnell wie möglich abzuschliessen, wird an verschiedenen Stellen gleichzeitig ausgebrochen. Bei vier Sprengungen pro Tag ist dies eine ziemliche Herausforderung für die Vermessung und Dokumentation.
Zur Produktionsoptimierung und Effizienzsteigerung erhielt jedes Team eine Totalstation, einen Scanner und ein Tablet mit Amberg Navigator. Mit dieser Ausrüstung können sie die Aushubarbeiten und den Spritzbeton selbstständig überprüfen. Neben den Spreng- und Spritzbetonarbeiten wurden auch verschiedene Anker, wie beispielsweise Felsanker, positioniert und installiert – eine Aufgabe, die das Tunnelbauteam mithilfe eines speziellen Workflows in Navigator eigenständig erledigen kann. Durch eine Rückvermessung mit der Totalstation ermitteln sie die Position der Bohranlage und importieren die Koordinaten in die Kabine der Anlage. Der Bediener folgt dann einem vordefinierten Bolzenplan, um die georeferenzierten Bolzen zu installieren. Und da ein ständiger Datenaustausch zwischen Büro und Baustelle stattfindet, können die Vermessungsingenieure sicherstellen, dass der Tunnelbau planmässig verläuft und die Beteiligten informiert sind. Mit einem Ansatz, der traditionelle Totalstationen, 3D-Laserscanning sowie die Automatisierung und Intuitivität der Amberg-Tunnel-Lösung kombiniert, hat das Vermessungsteam in den letzten 18 Monaten die täglichen Abläufe aus Sprengung, Bohrung, Überprüfung und Berichterstattung erfolgreich unterstützt und gesteuert.